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Editing Licenses/NC/De

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Um dieses Problem zu lösen, könnten Sie spezifizieren, dass Ihr Werk unter einer liberaleren Lizenz wie CC-BY (nur Autorennennung -- auf dieses Recht kann man in Deutschland nicht verzichten) freigegeben wird, nachdem eine gewisse Zeit abgelaufen ist, etwa 5 Jahre.  Sie könnten aber auch einfach schon heute eine freiere Lizenz verwenden.
 
Um dieses Problem zu lösen, könnten Sie spezifizieren, dass Ihr Werk unter einer liberaleren Lizenz wie CC-BY (nur Autorennennung -- auf dieses Recht kann man in Deutschland nicht verzichten) freigegeben wird, nachdem eine gewisse Zeit abgelaufen ist, etwa 5 Jahre.  Sie könnten aber auch einfach schon heute eine freiere Lizenz verwenden.
  
== Gewinn ==
+
With the bases loaded you struck us out with that asnwer!
 
 
[[Image:Wikidvd.jpg|200px|thumb|right|Die deutschsprachige Wikipedia-DVD ist ein Beispiel zweifellos sinnvoller kommerzieller Nutzung freier Inhalte, die unter einer NC-Lizenz selbst mit Sondererlaubnis gänzlich unmöglich wäre, da jeder Wikipedia-Autor dazu seine Zustimmung geben müsste.]]
 
 
 
Das offensichtlichste Argument für NC-Lizenzen ist, dass sie Ihre Arbeit vor gewerblicher Ausbeutung durch Dritte schützen. Zunächst ist es wichtig festzustellen, dass die Lizenz Ihnen keine neuen Machtmittel in die Hand gibt, sondern nur den rechtlich verbrieften Schutz des Werkes reduziert. Es gibt zahlreiche kommerzielle Wertschöpfungsszenarien, die von der Lizenz nicht berührt werden, da der Verwerter kein Lizenznehmer ist. Das beinhaltet etwa Schulung und Support, Dokumentation, Kommentierung und Zitate.
 
 
 
Was verbleibt, ist die Verbreitung des Originals oder von Derivaten. Beachten Sie jedoch, dass mit den heutigen technischen Mitteln die Massendistribution von Informationen nicht mehr die exklusive Domäne großer Unternehmen ist. Jeder, der über eine Internet-Verbindung oder einen DVD-Brenner verfügt, kann Dateien an Tausende verteilen. Kostenlose Hosting-Dienste gibt es in großer Zahl, werbefreies kommerzielles Hosting ist zu Niedrigpreisen verfügbar, und selbst gigantische Dateien lassen sich mit Peer-to-Peer-Systemen wie [http://www.bittorrent.com/ BitTorrent] sehr effizient verteilen. Geben Sie sich deshalb nicht der Illusion hin, dass Sie für Ihr Werk, wenn Sie es unter NC-Lizenz weitergeben, noch eine künstliche Knappheit aufrecht erhalten können. Wenn es eine Nachfrage nach dem Werk gibt und es von hoher Qualität ist, ''wird'' es kostenlos im Internet verfügbar sein -- weil die Lizenz dies legal möglich macht.
 
 
 
In dem Moment, in dem Sie sich für eine Creative-Commons-Lizenz entscheiden, entscheiden Sie sich, Ihr Werk kostenlos abzugeben. Ein Markt für ein Werk, das vollständig kostenlos verfügbar ist, kann nur auf der Basis von Unwissenheit oder guten Absichten entstehen. Das Potenzial, finanziell von der Distribution von Inhalten auf physikalischen Medien zu profitieren, ist heute relativ gering. Dort, wo es noch existiert, ist es bereits im Verschwinden begriffen. So lösen etwa elektronische Musikläden wie Apple iTunes die Musik-CD ab und verlagern damit den Verkauf von proprietärer Musik ins Internet, wo der Verbraucher dann auch NC-lizenzierte Musikstücke mit Leichtigkeit herunterladen kann, ohne dafür zu bezahlen.
 
 
 
Diejenigen, die am ehesten von NC-Lizenzen geschädigt werden, sind Nutzer, deren Gewinnmargen sehr gering oder nicht vorhanden sind: kleine Weblogs, Podcaster, werbefinanzierte Radiosender, Lokalzeitungen.
 
 
 
Um substanziellen Profit mit Ihrem Werk zu erwirtschaften, wird eine Firma mehr als die frei verfügbaren Inhalte bereitstellen müssen. Eine NC-Lizenz stoppt jeden Versuch, mit solchen inhaltlichen Ergänzungen Geld zu verdienen. Doch mit den Share-Alike-Lizenzen gibt es eine Alternative. Im Stil der GNU GPL müssen hier auch Derivate vollständig frei lizenziert werden. (Dagegen garantieren die Creative-Commons-Lizenzen ohne die Share-Alike-Klausel nur, dass der freie Bestandteil des Derivats auch frei bleiben muss.)
 
 
 
Eine Firma, die Ihre Arbeit gewerblich verwerten möchte, muss also wie bei GPL-Software auch neu hinzugekommene Informationen oder qualitative Verbesserungen frei verfügbar machen. So kann aus dem Risiko der kommerziellen Ausbeutung eine große Chance werden.
 
 
 
Im Bereich der Open-Source-Software funktioniert dieses Prinzip sehr erfolgreich und konnte auch vor Gericht behauptet werden. Viele Firmen integrieren zum Beispiel angepasste Versionen des Linux-Kernels in [http://www.linuxdevices.com/ hochintegrierten Endgeräten] wie Mobiltelefone und PDAs. Diese Kernel-Anpassungen können wiederum vom Entwicklerteam in den offiziellen Code aufgenommen werden. Stünde der Kernel unter einer NC-Lizenz, wäre der gewerbliche Einsatz von Linux unmöglich (auch Einzelfallzustimmung wäre praktisch aufgrund der hohen Zahl von Entwicklern kaum realisierbar). Das Copyleft- bzw. ShareAlike-Prinzip ermöglicht sinnvolle kommerzielle Investitionen und schützt dabei den Gemeinschaftsgedanken.
 
 
 
Ein anderes interessantes Beispiel kommerzieller Nutzung freier Inhalte ist die DVD-Version der deutschsprachigen Wikipedia. Produziert und vertrieben wird sie von der Berliner Firma [http://www.directmedia.de/ Directmedia], die durch ihre "Digitale Bibliothek" literarischer Klassiker berühmt geworden ist. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Wikipedia-DVD in Amazon.de zum Beststeller in der Software-Kategorie, nicht zuletzt dank des niedrigen Preises von 9,90 Euro. Directmedia verpackte die Wikipedia-Inhalte in einer eigenen Software mit speziellen Suchfunktionen, die den einfachen Offline-Einsatz ermöglichen.
 
 
 
Um diese DVD zu produzieren, musste Directmedia mit den Wikipedianern zusammen arbeiten. Die halfen fleißig mit, die Daten durchsuchbar und sortierbar zu machen und unfertige Artikel auszusieben. Im Gegenzug spendete Directmedia für jede verkaufte DVD einen Euro an die Wikimedia-Stiftung. Außerdem half die Firma dem Wikimedia-Medienarchiv mit einer "Bildspende" von 10.000 Reproduktionen gemeinfreier Kunstwerke.
 
 
 
Das Geschäftsmodell der Wikipedia-DVD funktionierte, weil mit der vorher nicht vorhandenen Lesesoftware ein zusätzlicher Nutzen geschaffen wurde und die Inhalte für die Publikation aufpoliert wurden. Das zeigt auch, dass neben dem Copyleft-Prinzip jede erfolgreiche kommerzielle Nutzung freier Inhalte auch von den guten Absichten beider Seiten abhängt. Ein weiteres Beispiel dafür ist [http://www.answers.com/ Answers.com], eine werbefinanzierte Website für Referenz-Informationen, die unter anderem Wikipedia-Inhalte integriert. Die Mutterfirma GuruNet hat Wikimedia bereits mehrfach finanziell unterstützt -- etwa durch die Bezahlung eines fest angestellten Software-Entwicklers und als einer der Sponsoren der Wikimedia-Konferenz Wikimania. Alle diese Leistungen wurden freiwillig erbracht, halfen aber, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Projekten zu etablieren.
 
 
 
So kann kommerzielle Nutzung beiden Parteien helfen. Das Copyleft-Prinzip, das von den Creative-Commons-Lizenzen mit Share-Alike-Klausel verkörpert wird, bietet ausreichenden Schutz vor Ausbeutung, ohne kommerzielle Experimente zu verbieten. Diese Experimente sind jedoch absolut notwendig, wenn echte, innovative Geschäftsmodelle für freie Inhalte entstehen sollen. Ganz besonders im Fall gemeinschaftlicher Inhalte machen die NC-Lizenzen solche Experimente praktisch unmöglich, da für Ausnahmeregelungen jeder einzelne Autor seine Zustimmung geben müsste.
 
 
 
Ein weiterer Faktor, den jeder Urheber berücksichtigen sollte, ist die Durchsetzbarkeit der Lizenz. Das betrifft vor allem kleine Lizenzverletzungen. Dafür, dass dies selbst im Falle liberaler Lizenzen nicht trivial ist, ist Wikipedia wiederum ein gutes Beispiel. Um die GNU Free Documentation License nicht zu verletzen, müssen Nutzer von Wikipedia-Inhalten nach Interpretation der Wikimedia-Stiftung einen Verweis auf die Originalkopie auf den Wikimedia-Servern und deren Artikelgeschichte setzen und außerdem darauf hinweisen, dass die Artikel unter der GNU FDL lizenziert sind. Das ist ein Kompromiss, um die komplexen Anforderungen der FDL zu erfüllen.
 
 
 
In der Praxis zeigt ein kurzer Blick auf die [http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Mirrors_and_forks/GFDL_Compliance Liste von Wikipedia-Spiegeln], dass sich sehr viele mit Werbung versehene Spiegel nicht an diese Regelung halten.  Während das Verhalten der Betreiber klar die Lizenz verletzt und somit illegal ist, ist es schwer zu bestrafen. Die Spiegel, die in vielen unterschiedlichen Ländern lokalisiert sind, werden oft mit minimalem  Aufwand aufgesetzt, um mit Werbung Geld zu verdienen. Deshalb sind die Betreiber oft nicht auffindbar oder nicht bereit, Zeit zu investieren, um die Lizenzbedingungen einzuhalten.
 
 
 
Obwohl die Wikipedia-Gemeinde groß ist und über eine mit hinreichenden Finanzmitteln ausgestattete Mutterorganisation mit Vertretungen in vielen Ländern verfügt, ist es klar, dass selbst einfache Lizenzbedingungen für freie Inhalte oft nur schwer durchsetzbar sind. Fragen Sie sich also, ob Sie wirklich willens und in der Lage sind, Verletzungen einer NC-Lizenz zu verfolgen. Sonst treffen Sie mit der Beschränkung nur diejenigen, die sich an die Lizenz halten -- Nutzer, die wahrscheinlich ohnehin für eine freundschaftliche Kooperation offen wären.
 
 
 
Es ließe sich entgegnen, dass man Suchmaschinen-Spammern nicht ganz legal in die Hände arbeiten sollte. Darauf gibt es zwei Antworten. Zunächst einmal haben Sie als Urheber ganz unabhängig von der von Ihnen gewählten Lizenz die Möglichkeit, Ihre Gefühle und Erwartungen, was die Nutzung ihres Werkes angeht, deutlich zu machen, ohne dabei rechtlich bindende Vorschriften zu machen. Sie können schlicht jede Zusammenarbeit mit Menschen verweigern, deren Handeln Ihren persönlichen Wertvorstellungen widerspricht, oder dieses Handeln offen verurteilen.
 
 
 
Die zweite Antwort ist, dass alle Formen von Spam Schwächen in der Kommunikations- und Informationsinfrastruktur repräsentieren. Die meisten der heutigen Suchmaschinen verwenden immer noch den relativ primitiven Ansatz, alle im Netz verfügbaren Inhalte zu indexieren.
 
Damit liefern sie den Anreiz, das Web mit Kopien von freien Inhalten zu überfluten, um  profitable Positionen in den Ergebnislisten und viele Treffer zu erzielen. Es erscheint unklug, die Entscheidung für oder gegen eine freie Lizenz von den Schwächen heutiger Suchmaschinentechnologie abhängig zu machen.
 
  
 
==Schlussfolgerungen==
 
==Schlussfolgerungen==

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